Ein Essen für die ganze Familie mit kleinen Anpassungen

Landschaftsillustration

In vielen Familien wird abends nicht einmal, sondern mehrmals gekocht: eines für die Kinder, eines für die Erwachsenen, eines für den, der etwas nicht mag. Das kostet Zeit und Nerven. Es geht einfacher. Wenn Sie ein Grundgericht kochen und es am Tisch leicht abwandeln, sitzen alle am selben Tisch und essen dasselbe, nur eben ein wenig anders.

Der Grundgedanke ist einfach: Kochen Sie den Kern des Gerichts neutral, und lassen Sie jeden am Tisch seine Note dazugeben. Nudeln, Erdäpfel, Reis, gedünstetes Gemüse oder Fleisch ohne scharfe Gewürze schmecken den meisten Menschen. Gewürze, Soßen, Kräuter oder ein Stück Käse kommen erst am Tisch dazu. So wird aus einem Gericht ein Angebot, aus dem sich jeder etwas macht.

Kleine Handgriffe, große Wirkung

Trennen Sie schon in der Küche einen Teil ab, bevor gewürzt wird. Was für die Kleinsten gedacht ist, kann in kleinere Stücke geschnitten oder weicher gekocht werden. Für die Erwachsenen bringen Sie später ein wenig Schärfe, Zitrone oder Kräuter dazu. So gibt es zwei Varianten, aber nur einen Topf und eine Pfanne. Das spart Zeit und Abwasch.

Wenn jemand in der Familie etwas nicht isst, fragen Sie ihn, was er sich wünscht, und nehmen Sie die Antwort ernst. Bei Allergien oder besonderen Bedürfnissen richten Sie das Grundgericht so ein, dass alle es essen können, oder halten eine eigene Variante bereit. Das ist einfacher, als sich am Abend zu ärgern, wenn ein Teller unberührt zurückkommt.

Kinder essen besser, wenn sie sehen, dass die Erwachsenen dasselbe essen. Sie orientieren sich an dem, was auf dem Tisch steht, und probieren mit der Zeit mehr. Drängen Sie sie nicht, aber bieten Sie immer wieder etwas Neues an. Ein Schälchen mit rohem Gemüse oder Obst auf dem Tisch kann Wunder wirken, weil es niemand mehr auf Kommando essen muss.

Zum Schluss bleibt das Gemeinsame: Dieselbe Mahlzeit verbindet, und der Tisch wird zum Ort für Gespräche. Reste lassen sich am nächsten Tag zu etwas Neuem verarbeiten, das wieder allen schmeckt. Mit ein bisschen Übung wird es zur Gewohnheit, und Sie merken, wie viel ruhiger die Abende werden, wenn nicht mehr jeder sein eigenes Essen bekommt.